Ein Vergleich von PDF mit PDF/A
PDF an sich garantiert keine Langzeit-Reproduzierbarkeit, nicht einmal das Prinzip WYSIWYG (what you see is what you get).
Damit beides gewährleistet ist, mussten gewisse Einschränkungen und Erweiterungen in den Standard aufgenommen werden. Ferner, um bei einem breiten Publikum akzeptiert zu werden, musste PDF/A auf einer bereits existierenden PDF-Version aufbauen. Das ISO TC 171 hat Adobe’s PDF Referenz 1.4 (von Adobe implementiert in der Acrobat 5-Version) als Grundlage des Standards gewählt.
Der ISO-Standard sagt aus, dass PDF/A „alle Anforderungen der PDF Referenz erfüllen muss, wie durch diesen Teil des ISO 19005 Standards ergänzt“. Der Standard beschreibt also nur die Unterschiede zur Referenz. Um PDF/A vollständig zu verstehen, muss also auch die PDF Referenz 1.4 verstanden werden.
Bestimmte, in PDF 1.4 erlaubte Funktionen, wie die Transparenz oder die Ton- und Videoreproduktion, sind aus PDF/A ausgeschlossen worden. Es gibt andererseits in PDF 1.4 optionale Konstrukte, welche in PDF/A vorhanden sein müssen. So müssen in PDF/A beispielsweise alle verwendeten Schriften eingebettet sein.
PDF/A präzisiert also im Wesentlichen spezifische Eigenschaften der PDF Referenz 1.4 und definiert ob sie obligatorisch, empfohlen, eingeschränkt oder verboten sind.
